Offene Plattform für fortschrittliche Verkehrsprognosen aus heterogenen Daten

Es heißt, Daten seien das neue Gold. Da stellt sich die Frage, warum ein Unternehmen freiwillig auf die Akkumulation von Daten verzichten sollte. Warum den Wettbewerbsvorteil opfern, den ein exklusiver Zugriff bringt?

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Es heißt, Daten seien das neue Gold. Da stellt sich die Frage, warum ein Unternehmen freiwillig auf die Akkumulation von Daten verzichten sollte. Warum den Wettbewerbsvorteil opfern, den ein exklusiver Zugriff bringt?

Zunächst einmal gibt es da natürlich das Image bei den eigenen Kunden, die gerade in Deutschland dem Sammeln von Daten immer kritischer gegenüberstehen. Demgegenüber wäre das Erfassen der Daten im Namen und unter Kontrolle des Kunden eine Dienstleistung für ihn, für die er seine Daten vielleicht sogar gerne zur Verfügung stellt. Immerhin profitiert er als Kunde direkt von besseren Diensten. Das heißt, es steht einer Analyse im Interesse der Kunden nichts entgegen. Und wer will denn eigentlich andere Analysen durchführen?

Auf der anderen Seite profitiert man als Unternehmen gleich mehrfach von der Standardisierung durch die einheitliche Plattform. Wie der Erfolg der DIN-Norm während der Industrialisierung gezeigt hat, lohnt sich Kooperation sogar dann, wenn es um materielle Dinge geht, die anders als Daten nicht beliebig kopiert werden können. Es ergibt sich eine Reihe von Vorteilen durch eine zentrale Plattform:

  • Die Investitionen in eine eigene Datenanalyseplattform und den Aufbau der dafür notwendigen, technischen und juristischen Expertise können entfallen. Durch die gemeinsame Nutzung einer einzigen Plattform werden unnötiger Mehrfachbetrieb vermieden und entsprechende Kosten eingespart, die dann über viele Unternehmen und Nutzer verteilt werden können.
  • Da auch Kunden anderer Unternehmen und Privatpersonen ihre Daten dort sammeln, kann auch auf Daten gleichen Typs zugegriffen werden, die gar nicht von eigenen Kunden stammen. Neben der vergrößerten Datenbasis, die die Analysen aussagekräftiger macht, können sinnvolle Analysen vielleicht sogar einen Werbeeffekt haben.
  • In Deutschland werden Start-up-Unternehmen gezielt finanziell gefördert. Aber ein Start-up-Unternehmen, das einen datenbasierten Dienst aufbauen will, benötigt vor allem genau das: Daten. Selbst die beste Idee lässt sich nicht in ein Produkt ummünzen, wenn es Daten benötigt, die nicht vorhanden sind. Und ohne Produkt gibt es keine Kunden, die Daten liefern würden. Bei Verwendung einer einheitlichen, standardisierten Plattform kann ein Start-up-Unternehmen, wenn es mit seiner Idee Benutzer überzeugen kann, sofort bei Gründung auf einen reichen historischen Datenschatz zurückgreifen. Ideen können sofort umgesetzt werden, statt erst jahrelanges, mühseliges Sammeln von Daten zu erfordern.

Nun darf eine solche Plattform keine beliebigen Analysen erlauben. Wie im Konzept beschrieben, setzen sich Analysen aus einzelnen Bausteinen zusammen, die jeweils garantieren sollen, dass keine Information abgeleitet werden kann. Das kann für sehr innovative Ideen möglicherweise zu einer Beschränkung werden, weshalb die Plattform selbst dem Open-Source-Gedanken folgt: Benötigt ein Start-up oder Unternehmen für eine Analyse eigene Bausteine, können sie diese beisteuern. Wenn geprüft wurde, dass diese sich an die Garantien halten, können sie verwendet werden, und zwar von allen Anwendern. Dadurch wächst die Plattform immer weiter und ermöglicht fortwährende datenbasierte Innovationen, statt Ressourcen durch unnötige Mehrfachentwicklung zu verschwenden.