Offene Plattform für fortschrittliche Verkehrsprognosen aus heterogenen Daten

Warum sollte ich mich überhaupt mit OPA_TAD und der Verwendung meiner Daten beschäftigen? Welche Gefahren bringt eine unsichere Datenplattform mit sich und wie geht OPA_TAD diese Probleme für mich an?

Privatpersonen

OPA_TAD für Privatpersonen

OPA_TAD klingt ganz schön kompliziert. Warum sollte man sich als „ganz normaler Bürger“ überhaupt damit beschäftigen?

Zum einen empfinden wir dieses Konzept nur deshalb als kompliziert, weil es noch nicht gelebte Alltäglichkeit ist, wie es zum Beispiel bei Clouddiensten der bekannten Namen der Fall ist. Zum anderen bringt natürlich jede weitere Freiheit auch weitere Entscheidungen mit sich, wie man damit umgeht. Zurzeit hat man als durchschnittlicher Bürger nicht viel Wahl, ob man seine Daten den diversen großen Unternehmen überlässt oder nicht: Will man nicht komplett aus dem digitalen Leben aussteigen und alle damit verbundenen Annehmlichkeiten verlieren, lässt sich mit vertretbarem Aufwand gar nicht verhindern, dass das eigene Smartphone als spitzes Ohr für andere arbeitet.

Natürlich kann man auf dem Standpunkt stehen, dass es ja nur ein bisschen Strom und Datenvolumen kostet und wir dafür ja wunderbare digitale Dienste bekommen, dass es quasi ein Handel ist: Man tauscht seine Daten gegen die Benutzung des Dienstes. Dabei werden schnell zwei Dinge übersehen: Zum ersten bezahlt auch Google seine Server mit Geld, nicht mit Daten. Dieses Geld bekommen sie über Werbung von Unternehmen, die die Kosten dafür an die Konsumenten über die Preise ihrer Produkte weitergeben. Wir bezahlen also Daten, damit die Werbung besser einschlägt, damit wir Geld dafür bezahlen können. Wäre es da nicht irgendwie sinnvoller, das Geld direkt für den Dienst zu bezahlen und dafür weniger von Werbung bombardiert zu werden?

Zum anderen gilt bei datenbasierten Diensten: Je mehr Daten, desto besser der Dienst. Wenn nun immer nur dieselben wenigen Unternehmen die Daten sammeln, kann niemand sonst gute datenbasierte Dienste entwickeln. Man kann Monopolen generell misstrauisch gegenüberstehen, oder sich überlegen, dass so die Innovationskraft sehr beschränkt wird. Natürlich haben wir heute schon wirklich gute Apps von diesen Unternehmen, aber wer weiß, wenn hundertmal so viele kluge Köpfe unabhängig voneinander die Daten nutzen könnten, vielleicht für völlig neue, noch komplett ungedachte Verwendungen, wie viel bessere oder mehr gute Apps wir dann heute hätten. Und was hindert uns daran, sie die Daten nutzen zu lassen, schließlich verbrauchen sich Daten ja nicht, wenn man sie nutzt!

Natürlich: der Schutz unserer Privatsphäre. Aus den Daten lassen sich – wenn auch mit einigem Aufwand – enorme Details über unsere Gewohnheiten und Vorlieben schließen. Wir wollen also nicht unsere Daten jedem einfach geben, ja eigentlich wollen wir nicht, dass überhaupt jemand sie sich einfach so ansehen und analysieren kann!

OPA_TAD schützt unsere Privatsphäre

Und genau hier setzt OPA_TAD an: Indem wir eine zentrale Plattform schaffen, die mittels mathematisch sicherer Kryptografie unsere Daten schützt und nur Analysen ermöglicht, denen wir zugestimmt haben und die nicht unsere persönlichen Daten sichtbar machen. Damit schützen wir nicht nur unsere Daten, sondern ermöglichen auch viele Innovationen und können selbst mitbestimmen, wofür unsere Daten eingesetzt werden. Wäre doch verlockend, wenn unser persönlicher Weg zur Arbeit von den lokalen Stadtwerken zur Routenplanung mitberücksichtigt werden könnte, unsere stetig wiederkehrende Stauerfahrung irgendwo registriert wird, damit etwas dagegen getan werden kann, oder wir vielleicht innovative Apps in der Hand halten, von denen wir heute noch gar nicht wissen, wie sie aussehen könnten.

Dafür sollten wir heute schon mal unsere eigenen Daten sparen, denn man kann nie wissen, wer die mal wofür brauchen wird!

OPA_TAD bedeutet, dass ein jeder und eine jede sich möglicherweise mehr als bisher mit der Verwendung der selbst produzierten Daten auseinandersetzen muss. Dies heißt wiederum, in diesem Bereich Kompetenz aufzubauen, um informierte und sichere Entscheidungen treffen zu können. Gerade Menschen, die sonst „mit Technik nicht viel am Hut haben“, fühlen sich angesichts dessen möglicherweise unsicher und es ist verständlich, dem Konzept zunächst vorsichtig zu begegnen. Aber für wen die Argumente oben stichhaltig klingen und wer weitere Überlegungen anstellen möchte, findet hier Anregungen zur Demokratisierung von Daten und Infos zum Konzept von OPA_TAD und dessen gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Möglicherweise interessieren Sie auch die Seiten „OPA_TAD für Unternehmen“ oder „OPA_TAD für Institutionen“, um sich ein Bild davon machen zu können, wie Menschen am anderen Ende der Datenkette von dieser Idee profitieren und wie man als Privatperson so zu deren Unterstützung beitragen kann. Für Technikfüchse haben wir hier außerdem tiefergehende Informationen zur Umsetzung zusammengestellt.